Förderprogramm SINTEG - Smart Grids

Der Bund hat ein Förderprogramm für intelligente Netze aufgelegt, das für eine Energieregion Allgäu hoch interessant ist. 

SINTEG - Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende (LINK)

In der Veröffentlichung des BMWi wird auf Experimentieroptionen verwiesen, die durch eine Verordnung ermöglicht werden: "Um den SINTEG-Teilnehmern die Möglichkeit zu bieten, ohne wirtschaftliche Nachteile neue Netzbetriebskonzepte, Technologien, Verfahren und Geschäftsmodelle in der Praxis zu erproben, hat das BMWi eine zeitlich befristete Verordnung mit „Experimentieroptionen“ erarbeitet." (LINK)

Das Förderprogramm SINTEG des BMWi befasst sich mit dem Ausbau intelligenter Netze und mit der Frage, wie die Energieversorgung von morgen und übermorgen aussehen wird. Es bezieht sich auf fünf sog. Schaufensterregionen, in denen das Energienetz der Zukunft erprobt werden kann.

C/sells ist eine der fünf Schaufensterregionen für Bayern und Baden-Württemberg. (LINK) Insgesamt werden die Regionen mit einem Projektvolumen von rund 200 Millionen Euro gefördert.

Das Besondere an diesem Programm ist die Freiheit was den rechtlichen Rahmen betrifft, der oft ein großes Hindernis für neue Konzepte darstellt. Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin des VKU (Verband kommunaler Unternehmen) sieht dieses Programm als zukunftsweisend an. In einem Interview mit der Welt 'Stadtwerke warnen vor neuem Energie-Monopol' (LINK) am 31.01.2017 führt sie u.a. aus:

Reiche: . . . Die Politik wollte die Dezentralisierung der Energieversorgung, dann muss sie die Marktrollen auch entsprechend so auslegen, dass die Energiewende auch in den Netzen vor Ort gesteuert werden kann.

Die Welt: Freilich sind dafür auch die entsprechenden Kompetenzen nötig.

Reiche: Das Problem kleiner Unternehmensgrößen lässt sich auch durch eine enge Kooperation der Verteilnetzbetreiber vor Ort lösen. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert erfreulicherweise bereits mit seiner Sinteg-Initiative die Bildung von regionalen Verteilnetz-Clustern. Da sind viele unserer Mitglieder mit dabei. Dieser Ansatz wird dem Wesen der Energiewende viel besser gerecht als die Rezentralisierung und Remonopolisierung auf der Ebene der großen Übertragungsnetzbetreiber.

gez. U. Schaaf