eMonitoring Info-Mail 2017-01

eMonitoring

Informationen für Teilnehmer und Interessenten zur Vorbereitung des eMonitoring-Projekts
März 2017

 

Liebe eMonitoring-Interessenten,

neben den Info-Mails, die für einen größeren Interessentenkreis gedacht sind, beginnen wir hier die Reihe von Info-Mails für die Teilnehmer des eMonitoring-Projekts und solche, die vielleicht noch mitmachen.

Aktuelle Infos

  • Gespräch am 08.03. mit EWR
    Mit Hr. Petermann vom EWR hat es einen Gedankenaustausch zum Umfang unseres eMonitoring-Projekts gegeben. Es laufen aktuell Klärungsfragen, ob das EWR Daten beisteuern kann, aus denen die aktuelle Verfügbarkeit von EE-Strom im Verteilnetz hervorgeht.
  • Gespräch am 08.03. mit eza!
    Mit den Herren Sambale und Dr. Barth von der eza! gab es ebenfalls einen Gedankenaustausch zum Projektumfang; erörtert wurden u.a. Ideen zur überbetrieblichen Leistungsbegrenzung (Hotels sorgen insgesamt für eine Obergrenze, was aus dem Netz an Leistung abgerufen wird). Da es dafür jedoch kein Geschäftsmodell gibt, wird vorgeschlagen die überbetriebliche Zusammenarbeit im eMonitoring-Projekt zunächst auf Simulationen zu konzentrieren, konkret z.B. einen Dummy-Bilanzkreis einzuführen für gegenseitigen Stromverkauf. Weiterhin wurden Fragen der Elektromobilität und zum Füssener Klimakonzept erörtert.
  • Gespräch am 09.03. bei der BayFor
    Bei der bayerischen Forschungsallianz hatte ich ein Beratungsgespräch zu einer evtl. Förderung unseres eMonitoring-Projekts. Frau Schuback von der BayFor und Frau Bender von der Förderberatung des Bundes haben uns empfohlen die lokalen Programm zu prüfen, z.B. den Digitalbonus Bayern, ein Leaderprogramm (EU-Förderung über das Landratsamt).
  • Gespräch am 20.03. im LRA
    Herrn Peter Däubler und Johannes Fischer (Klimaschutzbeauftragter) habe ich unser Projekt vorgestellt. Es wurde als sehr nützliches Projekt gewertet und dann beraten, welche Förderstrategie einzuschlagen ist. Wir kamen überein, zunächst den Digitalbonus Bayern zu prüfen: Danach können kleine Unternehmen für Arbeiten zu Software und Beratung mit 30-50% (max. € 10.000) gefördert werden. Dies ist ggf. eine Möglichkeit die Kosten des betrieblichen MSR-Systems zu mindern. Für den überbetrieblichen Teil des eMonitoring-Systems könnte ein Leader-Projekt des Landkreises mit EU-Förderung in Frage kommen. Dazu braucht man eine Institution (juristische Person), die den Eigenanteil eines größeren Projekts tragen kann.  

Vorbereitung des eMonitoring-Projekts

Wir wollten im März die Einrichtung betrieblicher Messysteme vorbereiten, damit wir nach Ostern mit der weiteren Entwicklung beginnen können. Ich werde diesbezüglich mit Euch Kontakt aufnehmen.

Dazu ist Einiges vorzubereiten, damit wir zügig weiterkommen:

  •  Ihr müsst Euch darüber klar werden, wie umfangreich das Messen sein soll:
    • Unstrittig ist sicher, dass wir Strombezug und Einspeisung im Minuten- bzw 5-Minuten-Rhythmus messen.
    • Empfehlenswert ist sicher auch, darüber hinaus die Eigenstromerzeugung (BHKW & PV) zu messen. (Eigenstromerzeugung - Einspeisung = Eigenstromnutzung; Strombezug + Eigenstromnutzung = Gesamtstromverbrauch)
    • Messung einzelner Stromverbraucher ist die Voraussetzung für eine interne Leistungsbegrenzung. Dazu können je nach Aufwand auch Daten vorhandener Messeinrichtungen übernommen werden.
    • Wenn es Batteriespeicher gibt, müssen diese auch in's Messsystem eingebunden werden, wenn man den Gesamtstromverbrauch in kurzen Zeitintervallen haben will.
  • Das Messsystem kann auch schrittweise aufgebaut werden!
  • Mit Euren bisherigen Lieferanten von Messsystemen und mit Eurem Hauselektriker muss die Auswahl der Messgeräte festgelegt werden. Wir können mit einfachen Mitteln sog. S0-Zähler (Impuls-Zähler) und Modbus-Zähler anschließen. Die Zähler vom EWR können zu S0-Zählern umgerüstet werden.
  • Wenn die Punkte oben hinreichend geklärt sind, organisieren wir eine Begehung mit dem Hauselektriker und legen die Standorte für die Datenkonzentrationsrechner fest. Erforderlich ist eine Verbindung in's IP-Netz (i.d.R. Internet). Ethernet-Stecker sind am Standort erforderlich. Funkanbindung alternativ möglich; muss jedoch im Einzelnen geprüft werden.
  • Jeder Datenkonzentrator benötigt eine IP-Adresse, die über Euren Haus-IT-Spezialisten zu besorgen ist.

Wir klären parallel zur Entwicklung die Fördermöglichkeiten, um den finanziellen Spielraum zu erweitern. Am aussichtsreichsten erscheinen es aus derzeitiger Sicht die zwei mit dem LRA besprochenen Förderprogramme:

  • Die einzelnen Betriebe stellen einen Antrag auf Nutzung des Digitalbonus Bayern. Wir würden dabei helfen. Wir werden klären, ob in diesem Programm ein MSR-System untergebracht werden kann.
  • Einen Förderantrag für ein Leader-Projekt zu stellen bedarf noch einiger Vorbereitungen; das Landratsamt wird uns dabei helfen. Das Leader-Projekt könnte den überbetrieblichen Teil des eMonitoring-Projekts betreffen. Zu klären ist vor allem, wer den Antrag stellt und ob eine Kooperation mit anderen regionalen Einheiten (z.B. Außerfern) sinnvoll und möglich wäre.

Es hat sich bei allen Gesprächen gezeigt, dass die Eigeninitiative in unserem Hotelverbund sehr beachtet wird und uns viele Möglichkeiten eröffnet! Lasst uns mit diesem Pfund wuchern!

gez. U. Schaaf

 

Der Energieverbund Tourismus ist ein Zusammenschluss von Tourismusbetrieben zur Förderung einer nachhaltigen und regionalen Energiewende. Er steht auch anderen Betrieben offen, die erneuerbare Energien regional erzeugen, nutzen oder speichern. Der Energieverbund wird dazu beitragen, (a) die Energiesysteme der Einzelbetriebe laufend zu verbessern und damit Kosten zu sparen, (b) die Vorteile zu erschließen, die durch eine Kooperation benachbarter oder über lokale Netze verbundener Betriebe entstehen, (c) den Tourismus und die einheimische Wirtschaft zu fördern durch mehr regionale Wertschöpfung und die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus-Image.