Jamaika - regionalisierte Energiewende

In einer Mail an die Chef-Verhandler der Jamaika-Sondierungsgespräche hatte ich vorgeschlagen, einen . . .

Paradigmen-Wechsel hin zu einer regionalisierten Energiewende. Dezentral, digital, demokratisch.

Guten Tag,

wir brauchen einen Paradigmen-Wechsel hin zu einer regionalisierten Energiewende. Dezentral, digital, demokratisch.
Siehe dazu das Interview von Lutz Ribbe für das Bündnis Bürgerenergie (BBEn): LINK

" . . . es macht keinen Sinn, in Europa die zentralistischen Systeme zusammenzuschalten. Wir müssen eine ganz andere Philosophie von Energiesystemgestaltung entwickeln. Diese sollte aus vielen kleinen, mehr oder weniger teilautarken Versorgungsinseln bestehen, die miteinander verbunden sind. Wir können dann zwischen diesen vielen dezentralen Inseln Strom hin- und herschieben; nicht z.B. zwischen zentralistischen Offshore Anlagen und aberwitzigen Desertec-Modellen. "

Mit freundlichen Grüßen
U. Schaaf

Dazu aus einer Antwort der Grünen:

Sie werden aber feststellen, dass eine Vielzahl Ihrer Vorschläge bereits
im Beschluss unserer grünen Bundestagsfraktion "Grün für Bürgerenergie!"
mit abgedeckt sind. Den Beschluss finden Sie bei Interesse hier: LINK

Die Zukunft der Energiewirtschaft muss dezentral und vernetzt sein -
nicht zentralistisch, sondern flexibel und sie muss Beschäftigung
schaffen. Wir setzen dabei auf viele regenerative Kraftwerke und
effiziente Technologien, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen und
nicht auf schwerfällige Großkraftwerke, die mit ihrer Abwärme Luft und
Flüsse beheizen und nur nebenbei Strom erzeugen. Die zukünftige
Energiewirtschaft hat viele Akteure, sie fördert Wettbewerb statt
Monopole, sie will einsparen statt verschwenden und sie ist an den
Zukunftsfragen orientiert, statt an rückwärtsgewandten Lobby-Interessen.

und aus einer Antwort der CDU mit Kommentaren von mir:

Wir bekennen uns zu den ambitionierten Zielen der Energiewende sowohl im Bereich der Energieeffizienz als auch beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Von zentraler Bedeutung ist es, diese Ziele möglichst kosteneffizient zu erreichen. Angesichts von inzwischen über 25 Milliarden Euro Kostenbelastung jährlich für die Verbraucherinnen und Verbraucher allein durch die EEG-Umlage . . . Ja bitte, streichen Sie die EEG-Umlage für regionalen Strom . . . ist es erforderlich, schneller eine Marktintegration der erneuerbaren Energien zu erreichen, um die Kosten des Umbaus der Energieversorgung auf ein verträgliches Maß zu begrenzen. Anderenfalls gefährdet es die Akzeptanz der Energiewende. Ein erster wichtiger Schritt war die Einführung von Ausschreibungen für erneuerbare Energien durch die EEG-Novelle 2016, die auch von der EU-Kommission zwingend vorgegeben wurde. Die Ergebnisse der ersten Ausschreibungen zeigen, dass hierdurch erhebliche Kostensenkungen zugunsten der Verbraucherinnen und Verbraucher möglich sind. Diesen Weg gilt es konsequent weiter zu beschreiten. Zu den EEG-Kosten kommen zudem massiv steigende Netzkosten (u .a. für Einspeisemanagement, Redispatch etc. . . . Netzausbau ist noch teurer . . .) aufgrund fehlender Netzkapazitäten die zum Abtransport des Erneuerbaren Stroms . . . weil die Netzkapazitäten vom Braunkohlestrom verstopft werden . . .nötig sind. Deshalb ist es dringend erforderlich, den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit dem notwendigen Netzausbau zu synchronisieren. . . . besser mit chemischer Stromspeicherung, Power-to-gas . . . Diese und weitere Reformmaßnahmen sind vordringlich und können durch keine Umverteilungsmaßnahme ersetzt werden. Überlegungen, z. B. für einen Fonds zur langfristigen Finanzierung der bereits angefallenen Kosten aus dem EEG, können daher lediglich ergänzend für eine umfassende Reform des Fördersystems in Erwägung gezogen werden. Neue Steuern – und damit neue Belastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher – lehnen wir ab.